Wie angekündigt habe ich versucht die Unklarheit, auf die ich im Artikel “Hinrichtungswelle im Iran” hingewiesen habe aufzuklären.
Nachdem ich Anfrangen an die beiden Webseiten gestellt habe, bekam ich sehr schnell Antwort vom Humanistischen Pressedienst, in Person von Herrn Dr. Frerk, der sich nochmals mit Mina Ahadi in Verbindung gesetzt hat.
Fateme Hagigatpagohs ist von ihrem Ehemann, dem Vater ihrer beiden Töchter, geschieden. Sie hat dann später eine Ehe auf Zeit (auf persisch: Sigee) mit einem anderen Mann geführt, der ihre Tochter beim Spiel als Einsatz gesetzt und verloren und damit verkauft hatte, und der sie in der Nacht vergewaltigen und zur Prostitution zwingen wollte. Diesen Mann hat sie mit
ihrem Kopftuch getötet.
Der Mann aus erster ehe, der Vater der beiden Töchter, ist verschwunden.
Damit ist geklärt, dass die hingerichtete Fateme Hagigatpagoh zwar einen Menschen getötet hat, allerdings nicht den Vater ihrer beiden Töchter.
An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an Herrn Frerk für die wirklich sehr schnelle Klärung.